Operculum Band 2: »Die versunkene Stadt«

 

Urlaub in Griechenland! Tom freut sich. Und das Beste: Lilly darf mit. Doch wieso verändern sich plötzlich die Buchstaben auf dem Buchumschlag? Wer ist dieses mysteriöse Mädchen auf dem Fotoapparat, das immer wieder auftaucht und Lilly so ähnlich sieht? Als Toms Vater dann auch noch einen Unfall hat, Einbrecher ihr Unwesen treiben und Tom mal wieder unkontrolliert durch andere Zeiten stolpert, stecken beide schon wieder tief drin im nächsten Abenteuer.

188 Seiten, Paperback, ISBN: 978-3-7412-4980-8 – im Buchhandel erhältlich für 8,90 €
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Leseprobe aus Band 2: Operculum – die versunkene Stadt

Mit quietschenden Reifen setzte sich der Lieferwagen in Bewegung. Tom und Lilly wurden durch die rasante Beschleunigung nach hinten geworfen und landeten in einem Gewirr von Rucksäcken, Koffern und Pappkartons. Kurz danach bremste der Lieferwagen abrupt ab und die Schiebetür schloss sich mit einem Knall. Die Kinder wurden an die vordere Trennwand des Wagens geschleudert zusammen mit all den Sachen, die sich lose in dem Laderaum befanden.
Tom und Lilly schrien vor Entsetzen und rieben sich den Kopf. Der Wagen setzte sich erneut in Bewegung, fuhr aber nun gemächlicher.
Tom war schlecht. Gleich würde er sich übergeben müssen. Zum Glück blieb der Wagen nach einiger Zeit erneut stehen. Tom und Lilly lauschten in die Stille.
Die Fahrertüre wurde geöffnet und sogleich wieder geschlossen. Dann war alles ruhig, nur das Rauschen des Meeres konnten sie hören. Wo waren sie? Am Hafen?
Lilly schlich zu der Schiebetür. Im Laderaum war es stockdunkel. Es dauerte eine Weile, bis sie sich zurechtfand. Doch nach einer halben Ewigkeit ertastete sie den Hebel, mit dem man die Schiebetür von innen öffnen konnte. Sie zog und schob ihn in alle Richtungen.
»Die Tür geht nicht auf«, jammerte sie verzweifelt und zugleich wütend. »Was machen wir jetzt?«
Tom kroch zu ihr und rüttelte ebenfalls an dem Griff. Doch auch er konnte die Wagentür nicht öffnen.
»Ich glaube, sie lässt sich nur von außen aufmachen«, sagte Tom.
»Na toll! Und wie kommen wir jetzt wieder raus? Warum bist du auch in den Wagen gesprungen.«
»Wieso ich? Du bist doch in den Wagen gesprungen«, konterte Tom beleidigt. »Ich bin nur hinterher … na ja, weil … du rein bist.«
Lilly schmollte und sagte entrüstet: »Ich konnte doch den Fahrer mit der Diebesbeute nicht so einfach entkommen lassen. Aber wenn ich geahnt hätte, dass sich die Schiebetür nicht öffnen lässt …«
»Ist ja schon gut«, sagte Tom. Er versuchte sie zu beruhigen, weil er neben der Wut auch einen Hauch von Angst in Lillys Stimme gespürt hatte. »Streiten hilft uns jetzt auch nicht weiter. Wir müssen abwarten, bis der Fahrer die Tür aufmacht. Irgendwann wird er ja wohl das Diebesgut ausladen.«
»Und was, wenn das erst in einem Monat ist?«, kreischte Lilly verzweifelt.